Empfindlichkeit oder Empfindsamkeit

Empfindlichkeit oder Empfindsamkeit

Zwei Worte, die ähnlich klingen und doch einen entscheidenden Unterschied machen.

Daher lohnt es sich. diese beiden Bedeutungen genauer zu betrachten.

Die Empfindlichkeit wird oft als unangenehm empfunden, zum Teil auch als anstrengend, da ein Mensch, der sehr empfindlich ist, ständig seine Grenzen aufzeigt.

Wenn wir es näher betrachten, entdecken wir, dass diese Empfindlichkeit gar nicht mit einem Gefühl verbunden ist.

Wenn wir empfindlich sind, haben wir den Glauben, dass wir uns schützen müssen vor den Menschen, setzen daher Grenzen, damit uns niemand wirklich nahekommen kann.

Und wenn wir es in der Tiefe betrachten möchten, hat diese Empfindlichkeit mit den Sinnen zu tun.

Wenn ich in meiner Kindheit eine Verletzung erlebt habe mit Nähe mit meinen Eltern, ein Sinn dabei mit eingebunden war in ein Trauma, zum Beispiel der Geruchssinn, geht dieser oft im Trauma verloren.

Dann prägt sich ein anderer Sinn sich verstärkt aus, übernimmt die Rolle besonders, was wir auch vom Blinden kennen, wenn dieser verstärkt ins Gefühl geht.

Wenn wir unseren Geruchssinn vermindert wahrnehmen, da wir etwas in der Kindheit nicht mehr riechen konnten, werden wir vielleicht stärker hören oder schmecken.

Dadurch entsteht eine Empfindlichkeit im Gehör, wir nehmen vieles zu laut wahr.

Doch der eigentliche Grund, die Ursache liegt im Geruchssinn, da wo Gefühle eingebunden sind, die wir nicht mehr fühlen können.

Wir bleiben dann in einer Empfindlichkeit, bleiben von dem eigentlichen Gefühl getrennt, und lassen so zu, dass wir uns in unserem Leben viele Grenzen setzen, weil wir bestimmte Dinge und Situationen nicht leben können.

Wir müssen uns ständig abgrenzen und gehen oft aus Kontakten raus, weil wir bestimmte Situationen nicht mehr erleben wollen.

Wenn wir jedoch unsere Sinne wieder in einen Gleichklang bringen, auch bereit sind Übersinnlichkeit zuzulassen, uns wieder dem Leben ganz zu öffnen, erleben wir eine andere Welt.

Wir zeigen uns verletzlich, empfindsam und nehmen alles wahr, was um uns herum geschieht.

Mit dieser Empfindsamkeit sind wir sehr achtsam, und erkennen sehr schnell und klar, was für uns stimmig ist und was nicht mehr geht.

Ohne alte Verletzungen fühlen wir sofort, wenn eine empfindsame Situation entsteht, weil unsere Sinne offen sind.

Wir zeigen uns dann auch in unserem Gefühl, wenn uns etwas nahe geht, wenn wir etwas nicht schaffen.

Unsere Empfindsamkeit bringt uns zu Menschen und einem Leben, wo wir mehr unsere Gefühle und unsere Wahrnehmung zeigen können.

Wir gehen mit unserer Empfindsamkeit mehr mit Menschen in Resonanz, die ähnlich schwingen und ihre Sinne auch offen haben.

Mit einem sinnlichen Menschen fühlen wir uns gleich wohl, erleben gleich die gleichen Vorzüge und Momente, die unser Leben ausmachen.

Wir brauchen uns dann nicht mehr zu verstecken, uns empfindsam zu zeigen, oder uns falsch fühlen, weil wir so viel fühlen und wahrnehmen.

Es wird verstanden, nicht kritisiert und verurteilt.

Es wird akzeptiert, und erhält den Wert zurück, den es so lange entbehrt hat, weil es Menschen gibt, die genauso fühlen und denken.

Heilt eure Empfindlichkeit, und zeigt eure Empfindsamkeit, und seht die Kraft und die Stärke in euren Sinnen.

Macht euch nicht klein, nur weil andere Menschen euch nicht fühlen können, oder ihre Sinne nicht offen haben, und lieber durchs Leben ohne ihre Sinnlichkeit rennen.

Nehmt euch wahr, schätzt eure Sinnlichkeit wert, und bringt sie ins Leben.

Wir brauchen diese Sinnlichkeit zurück im Leben, damit wir die Welt wieder zu einem Ort machen, wo es sich lohnt zu leben.

Danke.photocase76haf76c52355491

 

 

4 Gedanken zu “Empfindlichkeit oder Empfindsamkeit

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